Was ist Yoga ?
Yoga ist ein spiritueller Weg aus Indien. Sein Ziel ist die Verwirklichung des inneren Glücks. Das Wort "Yoga" bedeutet: "anjochen, verbinden, üben, sich mit dem Kosmos vereinigen, Selbstverwirklichung, Glück, Erleuchtung".
Durch die Yoga-Übungen löst der Yogi seine inneren Verspannungen (Samskaras) auf. Verschwinden die Verspannungen, entfaltet sich das innere Glück. Die Krankheiten heilen. Der Körper wird gesund. Der Geist wird positiv. Der Yogi wird geistig eins mit dem gesamten Kosmos um sich herum. Er gelangt durch seine Yoga-Übungen im Laufe der Jahre in ein kosmisches Bewusstsein. Er ist in Harmonie mit sich und der Welt. Er lebt in einem Zustand des Seins, des Friedens und der umfassenden Liebe.
Die Entstehung des Yoga
Yoga wurde 600 vor Christus von den indischen Weisen entwickelt. Es gab damals eine Bewegung des inneren Glücks. Viele Menschen lebten als Yogis und praktizierten jahrzehntelang in der Abgeschiedenheit ihre Yoga-Übungen.
Der erleuchtete Yogi Patanjali faßte dann 300 vor Christus die wichtigsten Ergebnisse der inneren Suche in seinem Yoga-Sutra zusammen. Das Yoga-Sutra beinhaltet Atemübungen, Meditationen und Techniken des positiven Denkens.
Es enthält vor allem die zehn Grundsätze für ein erfolgreiches Yogileben: Innere Reinheit, Selbstdisziplin, tägliches Lesen in den Heiligen Schriften (in einem spirituellen Buch der persönlichen Wahl), Konzentration auf das spirituelle Ziel (inneres Glück, andauernde Gesundheit, im Licht leben), nicht nach äußerem Reichtum streben, Mäßigung bei äußeren Genüssen, Ehrlichkeit, anderen Menschen nichts wegnehmen (nicht betrügen, stehlen), Friedfertigkeit (Gewaltlosigkeit, Sanftmut) und Zufriedenheit.
Der Yogameister Goraksha ergänzte 1000 nach Christus den Yoga Patanjalis durch die Körperübungen. Seinen Yogastil nannte er Hatha-Yoga, den Yoga mit Körperübungen. Hatha-Yoga besteht aus ruhigen oder dynamischen Körperübungen (Asanas), Positivem Denken (Geistesübungen) und Meditation. Ein Schüler von Goraksha verfasste die Hatha-Yoga-Pradipika, das Grundwerk des Hatha-Yoga.
Yoga kommt in den Westen
Im letzten Jahrhundert wurde der Hatha-Yoga durch mehrere indische Yoga-Meister wie Yogananda (Kriya-Yoga, Meditation), Vishnudevananda (Sivananda-Yoga), Maharishi (Transzendentale Meditation), Iyengar (extremer Dehn-Yoga), Desikachar (Vini-Yoga, sanfter Heilyoga), Swami Rama (Himalaya Institut, sanfter Hatha-Yoga), Kali Ray (Tri-Yoga, fließende Bewegungen) und Yogi Bhajan (dynamischer Kundalini Yoga) in den Westen gebracht.
Seinen Siegeszug begann der Yoga mit der 68iger Studentenbewegung. Sie war zwar vorwiegend politisch motiviert, öffnete aber auch viele westliche Menschen für die östliche Spiritualität. Sehr viel dazu beigetragen haben auch die Beatles mit ihren teilweise spirituellen Songs (My Sweat Lord) und dem berühmten Treffen mit Maharishi. Seit der Jahrtausendwende ist Yoga ist Westen allgemein anerkannt und zur Trendsportart Nummer 1 geworden. Er wird von vielen Medienstars wie Madonna, Barbara Becker, Ursula Karven und Ralf Bauer propagiert.
Der heutige Yoga
Heute gibt es im Westen viele verschiedene Yogarichtungen. Es gibt Yoga speziell für Kinder, für Ältere, für Manager (Business-Yoga), für Erholungsbedürftige (Wellness-Yoga) und für Schwangere. Der chinesische Yoga heißt Tao-Yoga. Gute Laune bekommen wir durch den Lach-Yoga. Sehr gut ist die Verbindung von Ausdauersport (Joggen, Gehen, Radfahren) und Yoga (Gymnastik, Meditation).
Der amerikanische Yoga ist überwiegend körperorientiert. Er betont die Gymnastik, die Fitness, die Dehnung und das Bodystiling. In Europa wird oft auch der Entspannungs-Yoga gelehrt. Bei ihm geht es vorwiegend um die Entspannung, die Meditation, die Gesundheit und die Entwicklung des inneren Glücks. Der Gymnastik-Yoga ist eher dynamisch und anstrengend. Der Entspannungs-Yoga ist eher sanft und ruhig.
Zwischen diesen beiden Grundformen gibt es viele verschiedene Stilrichtungen. Und es gibt sehr unterschiedliche Yogalehrer und Yogalehrerinnen. Jeder Yogaübende sollte ausprobieren, welcher Yogastil für ihn am besten geeignet ist. Er sollte den Yogalehrer finden, zu dem er Vertrauen hat und der zu ihm passt.
Wie übe ich Yoga
Ein Yogaschüler sollte sich zuerst umfassend informieren. Er sollte sich verschiedene Yogabücher/DVDs kaufen, verschiedene Yogakurse besuchen, mehrere Yogalehrer/innen kennenlernen und einige Stilrichtungen ausprobieren. Dann sollte er sich für seinen persönlichen Weg des Yoga klar entscheiden und vor allem mit Ausdauer praktizieren. Der große Gewinn des Yoga entfaltet sich erst nach einigen Jahren. Wer bis zum Ende seines Lebens Yoga übt, erhält ein gesundes Alter, dauerhaftes inneres Glück und ein gutes Leben nach dem Tod.
Bevor du dich für einen bestimmten Yogakurs entscheidest, solltest du dir überlegen, was du suchst: Soll der Schwerpunkt auf anstrengenden Körperübungen (Dehnung, Muskelaufbau, Bodystiling) oder auf der Entspannung (Stressabbau, Gesundheit, zur Ruhe kommen) liegen? Sportliche Herausforderung findest du beim Power-Yoga, Ashtanga-Yoga, Iyengar-Yoga und Kundalini-Yoga. Gut entspannen kannst du dich beim normalen Hatha-Yoga und beim Vini-Yoga.
Probiere aus, was dir gut tut. Gehe offen in deinen Yogakurs. Letztlich hat jeder Yogalehrer seinen persönlichen Stil. Jeder Yogalehrer hat Schwächen und Stärken. Lerne von jedem Yogalehrer. Finde deinen eigenen Weg des Yogaübens. Übernehme das für dich Gute und akzeptiere in jedem Yogakurs die Dinge, die für dich persönlich nicht so wirksam sind. Und bleibe vor allem immer auf deinem Weg der Wahrheit und Richtigkeit. Gebe deinen Verstand nicht an der Tür zur Spiritualität ab.
Wo kann ich Yoga lernen
Yoga gibt es preiswert an den Volkshochschulen und etwas teurer in Fitness-Studios, Sportvereinen und in speziellen Yogaschulen. Yoga-Ausbildungen können von einem Wochenende bis zu vier Jahren dauern, sie können von unter 100 Euro bis über 5 000 Euro kosten. Sie werden von den einzelnen Yoga-Organisationen und vom Berufsverband Deutscher Yogalehrer organisiert.
Es ist eine Illusion zu glauben, dass teuer immer gut und billig immer schlecht ist. Es kann beim Yoga auch genau umgekehrt sein. Die ernsthaften Yoga-Meister verhalten sich oft unauffällig und die profitorientierten Yogis versprechen viel und halten wenig. Es kommt beim Yoga im Wesentlichen auf die Qualifikation des Ausbilders (Ernsthaftigkeit, Wahrhaftigkeit, umfassende Liebe, innerer Frieden, Erleuchtung) und auf die Verbindung mit einer authentischen Meisterlinie (Yoga-Tradition mit einem erleuchteten Grundmeister) an.
Wichtig sind deine persönlichen Bedürfnisse und Möglichkeiten. Wieviel Geld willst du für deine Yoga-Ausbildung ausgeben? Wieviel Zeit hast du dafür zur Verfügung? Welcher Yogastil spricht dich persönlich an? Was willst du mit der Ausbildung später tun? Willst du als Yogalehrer arbeiten oder nur dein privates Yogawissen vertiefen?
Yoga im Internet
Viele Yogalinks findest du bei den Suchmaschinen. Klicke folgende Stichworte an: Yoga, Hatha-Yoga, Yogalehrer, Yoga-Ausbildung, Yoga-Urlaub, Meditation, Meditationslehrer, Erleuchtung, inneres Glück, Gesundheit, Yoga an deinem Ort (zum Beispiel Yoga-Flensburg....). Inspiration bekommst du bei Google/Bilder unter den Stichworten: Shiva, Ganesha, Parvati, Lakshmi, Durga, Yogi, Yogis, Indien... Es gibt im Internet viele Yoga-Foren, Yoga-Anbieter, Yoga-Chats, kostenlose Meditationen (Glücks-Meditation, Heilmeditation, Fernseh-Meditation...) und viele Yogaübungsreihen.

Viel Spaß. Yogi Nils
______________________________________
PageRank™ und Google™ sind geschützte Marken der Google Inc., Mountain View CA, USA. Das PageRank Verfahren unterliegt dem US Patent 6,285,999.
______________________________________